Dienstag, 15. März 2016

Abschied

Schwerer Himmel
Wassertropfen prasseln auf den Asphalt
werden zu Bächen
verschwinden im Untergrund.
Und als wäre es nicht genug
hagelt es auch noch.

Drinnen steht die Zeit still.
Graue Wände, kalter Boden.
Leere Worte.
Draußen hört es auf zu regnen.
Die Luft ist dumpf.

Die Welt öffnet sich.
Mit jedem Schritt
mehr Blau
mehr Licht
mehr Raum

Kleinste Wassertröpfchen fliegen
von den Tannenzweigen durch die Luft
vom Wind getragen
wie glitzernde Funken
Der Himmel öffnet sich
in unendliche Höhen
während ich eine Sonnenblume
auf die frisch aufgeworfene Erde lege.

(Juli 2014)
 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Flashback

Ein alter Song im Radio jahrelang nicht gehört löst Gefühle aus als wäre es heute spült den alten Schmerz empor die Ohnmacht Und mi...