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22.11.25

Loslassen und Festhalten

 Irgendwann nachdem mein Buch die Schnecke der Eremitin herausgekommen war, hatte ich den intuitiven Gedanken: mein nächstes Buch wird das Thema loslassen und festhalten haben und es wird kein lila Cover haben, sondern ein blaues. Ganz kurz dachte ich noch, blau ist ja die Farbei meines Mannes, aber diesen Gedanken habe ich nicht weiter verfolgt.
Eine Zeitlang habe ich auch mit dem Gedanken gespielt, Trauerrednerin zu werden, habe mich dann aber da gegen entschieden.
Im Januar 2024 floss ein Text durch meine Finger, in der ich mich von meinem verstorbenen Mann verabschiede. Dabei lebte mein Mann doch, das fand ich sehr unheimlich.
Vor ungefähr drei Jahrzehnten habe ich mal ein Seminar geleitet, in dem es u.a. auch um die Themen Sexualität und Tod ging. Das mit der Sexualität habe ich ja dann gemeinsam mit meinem Mann durch mein Blog, unsere Veranstaltungen und meine Bücher bearbeitet. 
Jetzt werden wir gemeinsam das Thema Tod angehen (müssen).

Seit August letzten Jahres haben all diese Facetten einen ernsten Hintergrund bekommen. Wir haben erfahren, dass mein Mann an Krebs erkrankt ist und unsere Zeit vermutlich sehr viel kürzer sein wird, als wir gedacht hatten (auch wenn wir natürlich nie darüber wirklich geredet haben, wir sind einfach davon ausgegangen, gemeinsam alt zu werden.)

Und seitdem hat das Thema Loslassen und Festhalten eine ganz andere Bedeutung bekommen. 
Immer wieder mal habe ich überlegt, etwas darüber zu schreiben, aber fand nicht so ganz den Zugang. Mir war schon klar, dass das in Worte fassen eigener Erfahrungen andere berühren kann, aber ich wollte auch keine weitere “Betroffenheitsgeschichte” schreiben, oder gar einen Ratgeber.
Gleichzeitig wollte ich mich doch auch wieder mehr meinen Seelen-Geschichten widmen, fand aber nicht die Muße dazu.
Und erst heute ist mir klar geworden: Ja, ich will über das Loslassen und das Festhalten schreiben. Über das “Sterbenlassen” und das Weiterleben. 
Ich möchte versuchen, offen zu sein und doch wird es Facetten geben, die ich nicht zeigen möchte. Weil sie nicht nur mich betreffen, sondern meinen Mann. Oder weil sie mir (noch) unangenehm sind zu zeigen. Doch mein Wunsch ist es, möglichst authentisch zu sein. 




28.10.25

Authentisch schreiben

Ich habe verlernt, authentisch zu schreiben. 

Ich will keine optimierten Texte schreiben mit interessantem „Haken” am Anfang. Ich möchte bruchstückhaft schreiben, rauh, ungeschönt. Unpoliert.

Vielleicht ist es eher die Form als der Inhalt, um den es mir geht. Keine Inspiration am Ende, kein Tipps, kein Mutmacher. Sondern einfach sich zeigen, so wie es gerade fließt. 

6.10.25

Neuanfang, mal wieder

Im Laufe der Jahre haben sich viele Texte auf meinem Computer oder in meinen Notizbüchern gesammelt. Mal lang, mal kurz, mal spirituell-magisch, mal biografisch oder reflektierend.
Doch wo sollte ich sie veröffentlichen? Auf meiner Coaching-Webseite, wo ich mich -gefühlt- professionell und stark darstellen soll? Wo die Texte zum Kauf meines Coachings beitragen sollen?
Oder auf meiner Webseite als spirituelle Autorin? Doch da ist der Stil ein ganz eigener und nicht alle Texte passen dazu. Hin und hergerissen zwischen zwei Seiten fand ich keinen Ort für meine geschriebenen Worte und ich steckte fest mit meinem Wunsch nach Sichtbarkeit.

Natürlich muss ich nichts veröffentlichen, magst du vielleicht einwenden. Das ist mir klar. Doch wenn ich meine Geschichte(n) erzähle, mag das dich oder jemand anderen berühren und dir zeigen, dass du mit deinen Gefühlen, deinen Sehnsüchten und auch mit deinen Zweifeln, deinen Umwegen nicht alleine bist. Vielleicht gelingt es mir sogar, für dich etwas in Worte zu fassen, was du selbst noch nicht benennen kannst.  

Die unerwartete Inspiration

Vor ungefähr einer Woche war ich im Urlaub in einem B&B in Irland. Die Unterkunft war ganz okay, ich fühlte mich ein bisschen wie bei meinen Großeltern. Etwas in die Jahre gekommene Möbel, mit ein paar Spinnweben in der ein oder anderen Ecke, ein Sammelsurium an Erinnerungsstücken an den Wänden wie Diplomurkunden, zwei ausgestopften Vögeln und den Familienfotos der sechs Töchter und des einen Sohnes. Der Gastgeber so herzlich und zugewandt, als wäre er mein Großvater. Lorenzo, trotz des italienisch klingenden Namens ein waschechter Ire, erzählte mir von Felice Meer, die kurz vorher bei ihm war. Eine Frau, die Irland umwandert hat und kleine Cartoons über ihre Erlebbnisse zeichnet und auf Instagram postet. 

Als ich später im Bus saß, der mich zu meiner letzten Station vor dem Rückflug nach Hause brachte, musste ich an diese Frau denken. Es ist ja nicht so, als hätte ich nie darüber nachgedacht, mehr über mich und mein Leben zu schreiben. Doch irgendetwas hatte mich immer zurückgehalten. 

Vielleicht war es einfach nur der richtige Zeitpunkt oder ich durch meinen Abstand zur Heimat offener, auf jeden Fall wurde mir auf einmal ganz klar: Ich will mein Leben mit all meinen Alltagspflichten mit meinem kranken Mann und dem Hund, der Arbeit und dem Haushalt nicht einfach abarbeiten. Ich möchte auch kreativ leben. Ich möchte, ähnlich wie Felice, über meine Erlebnisse schreiben, über mein Leben und wie ich es bewältige. 

Mein "Spielplatz" ist schon da

Zwei Tage später, zurück in Berlin, fiel mir mein Blog hier wieder ein. Vor einigen Jahren schon mal als Spiel-Webseite begonnen, wo ich schreiben kann, was und wie ich möchte, ohne irgendwelche Vermarktungsgedanken im Hintergrund. Doch dann hatte ich ihn vergessen, weil ich ja meine spirituellen Seelen-Geschichten für mich entdeckt hatte.

Dieser Text hier ist der Beginn einer weiteren Reise der Erforschung meiner Schreibstimme. Vielleicht habe ich nicht nur eine Stimme, sondern viele, die alle ihren Raum brauchen. Vielleicht fließen sie eines Tages zusammen, so wie viele kleine Flüsse in einem Strom münden, vielleicht treffen sie aber auch nie aufeinander. 

Mein Schreiben neu entdecken

Ich möchte mein Schreiben wieder neu erforschen. Thematisch frei sein. So viel oder so wenig zu schreiben, wie ich möchte. Ohne einen neuen Newsletter aufzusetzen. Oder etwas zu verkaufen. Wieder spielerisch zu schreiben. Ich will wieder schreiben, nicht glatt, sondern bunt und frei…


9.10.24

Ich habe meine Schreibstimme gefunden...

Lange habe ich geschrieben, ohne so recht zu wissen, wo mich das hinführen wird. Doch dann habe ich im Jahr 2021 meine Schreibstimme gefunden 🌟

Als Samira Tara schreibe ich jetzt spirituelle Texte, meine www.seelen-geschichten.de 💜

(Edit 3.10.2025: Hier geht es doch wieder weiter) 

 
 
 
 
 

9.10.23

Begegnung

Ich bin geflüchtet
Und meinen Herzen gefolgt

Ich bin aufgebrochen
Und gescheitert

Ich habe andern mehr vertraut als mir selbst
Und bin doch meinen weg gegangen

Ich habe immer wieder losgelassen
Nicht immer freiwillig
Mir immer wieder Halt gesucht
Und nicht aufgegeben

Mit vielen Menschen zu tun gehabt
Und vor meiner Einsamkeit geflohen

Gesucht, gefunden, losgelassen und weiter gesucht.

Doch erst in der Begegnung zu mir selbst
Finde ich mich